Geschichte

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Heutzutage ist schwer festzustellen, wann und wo Tentpegging genau seine Anfänge hatte. Der Sport verbreitete sich durch die großen asiatischen und später europäischen Reiche auf der ganzen Welt, man vermutet aber, dass er mindestens seit dem vierten Jahrhundert existiert. Als Entstehungsorte werden je nach Quelle Indien, Zentralasien und der Nahe Osten angegeben.

Auch die Idee hinter der Entwicklung der Disziplin ist umstritten. Eine Legende besagt, dass man damit Überfälle auf Zeltlager proben wollte. Vom Pferd aus sollten im schnellen Galopp die Heringe der Zelte herausgezogen werden. Das plötzliche Zusammenbrechen seiner Zelte würde, so hoffte man, den Gegner verwirren. Diese Geschichte war es, die der Disziplin ihren Namen gab. Tentpegging ließe sich wörtlich ins Deutsche „Zeltauspflocken“ übersetzen.

Laut einer anderen Erzählung stammt der Sport jedoch aus Indien. Auch dort soll er die Basis einer Kriegsstrategie gewesen sein, attackiert wurden hier jedoch keine Zelte sondern Kriegselefanten. Laut dieser Interpretation war die Idee hinter dem Tentpegging, dass Reiter mit der Lanze die empfindlichen Zehennägel der gegnerischen Elefanten attackieren. Vom Schmerz getrieben sollten diese ihre Mahouts abwerfen und Chaos in den gegnerischen Linien stiften.

Keine dieser Entstehungsgeschichten lässt sich jedoch bestätigen. Die British Tent Pegging Association vermutet, dass es sich nur um eine allgemeine Trainingsübung der Kavallerie handelte.

Als die Kavallerie im zwanzigsten Jahrhundert zu schwinden begann, etablierte sich Tentpegging als Oberbegriff für alle bewaffneten Wettkämpfe zu Pferde. Über das britische Empire verbreitete sich der Sport von seinem Entstehungsgebiet aus nach Westen, wo er mittlerweile ebenfalls seit einigen hundert Jahren betrieben wird. Der Olympische Rat Asiens nahm Tentpegging 1982 als offiziellen Sport auf, eine internationale Anerkennung der FEI steht noch aus. In Deutschland ist der Sport noch vergleichsweise jung, er wurde 2013 von Peter Kramer hier etabliert.